Fenchel ist mehrjährig und kann bis zu 200 m hoch werden. Sein Duft ist ähnlich dem Anis. Die Pflanze bildet mit ihren Speicherblättern knollenähnliche „Zwiebeln“. Der Gemüsefenchel landet sicher in einigen Küchen auf dem Herd; vielleicht aber auch – je nach Verwendung - der Gewürzfenchel.
Die zwei- bis mehrjährige Pflanze blüht von Juli bis September. Im September und Oktober, wenn die Früchte reif sind, ist die Haupt-Sammelzeit des Fenchels. Danach wird er getrocknet und gut verschlossen gelagert.
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Fenchel als Heilpflanze
Er hilft als Tee bei Appetitlosigkeit, Bindehautentzündung, Blähungen, Bronchitis, Keuchhusten und Halsinfektionen.
Mit Melissenblättern, Kümmelfrüchten, Hopfenzapfen lindert Fenchel als Tee aufgebrüht nervöse Magenbeschwerden.
Die beruhigenden und verdauungsfördernden Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Eltern keine schlaflosen Nächte bekommen, weil auch das Baby schläft.
Fencheltee ist auch ein Klassiker bei Husten.
Und wenn die Haare mal nicht genug Glanz haben, wirkt eine Spülung mit Fenchel wahre Wunder. Ein Dampfbad sorgt dann noch dafür, dass die trockene Haut entspannt und die überanstrengten Augen Linderung erfahren.
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Geschichtliches und Sagenhaftes
Die Hethiter verwendeten Fenchel in einem Ritual, in dem zerstörte feindliche Städte verflucht wurden.
Einst schenkte man Frauen bei der Entbindung Fenchel, weil man glaubte, dass die Knollen Fliegen von den Säuglingen abhalten.
Außerdem sollte mit einem Fencheltee die Milchproduktion angeregt werden.
Schon zu Zeiten der Römer hat ein gewisser Plinius erkannt, dass Fenchel die „leiblichen Geister des männlichen Geschlechts stärcket“ und „aufrichtende Wirkung“ zeigt. Kurzum: Fenchel macht also müde Männer munter … ?!Und wenn der Johannistag kam, steckte man Fenchel in die Schlüssellöcher, damit die bösen Geister ferngehalten wurden.
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Mukhwas - eine süße indische Verdauungshilfe
Es gibt verschiedene Mischungen aus Kräutern, Samen und Körnern (Fenchel, Anis, Sesam) Nüssen, Betelnuss, Kokosnuss. Diese werden mit einer Zuckerhülle überzogen, der ätherische Öle aus Pfefferminz, Eukalyptus oder Rosen beigefügt wird. Das Kauen von Mukhwas verhilft zu frischem Atem und hilft zu verdauen.
Der Name Mukhwas ist eine Zusammensetzung aus den Worten "Mukh" in der Bedeuting von Mund und "Vas", was für Geruch steht.
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Logisch, dass jetzt der Fenchel in der Küche landet!
Traditionell gehört der Fenchel zum Fisch wie Seebarsch und Seebarbe. Saucen und Hackfleisch erhalten eine besondere Würze. Und so manche Spirituose beinhaltet auch Fenchel, wie Pastis oder Absinth.Von einer Freundin habe ich ein Rezept für einen Salat bekommen, der eine gute Beilage zu gegrilltem oder kurzgebratenem Fleisch, Geflügel oder Leber ist:
Orangen-Fenchel-Salat
Man braucht 2 Orangen, 100 g Fenchel (hat nur 25 kcal / 105 kJ), 2 rote Zwiebeln,
Olivenöl, Zitronensaft, Petersilie und Pfeffer, Salz, Knoblauch zum Würzen.
Die Schale der Orangen mit einem scharfen Küchenmesser von oben nach unten zusammen mit der weißen Haut abschneiden. Den Orangensaft auffangen und für die Marinade beiseite stellen. Die Orangen in dünne Scheiben schneiden, die Kerne entfernen und die Orangenscheiben in eine Salatschüssel geben.
Die Stiele mit dem Blattgrün und den Boden vom Fenchel abschneiden. Die äußeren Schichten vom Fenchel entfernen. Fenchel der Länge nach halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Fenchel zu den Orangenscheiben in die Schüssel geben. Wer mag, kann das feine Blattgrün abzupfen und über den Orangen-Fenchel-Salat streuen. Das Blattgrün schmeckt leicht würzig nach Fenchel.
Zwiebeln schälen, in feine Scheiben schneiden und mit dem Orangen-Fenchel-Salat mischen.
Olivenöl in eine kleine Schüssel geben und mit dem aufgefangenen Orangensaft mischen. Frisch gepressten Zitronensaft zufügen und die Marinade mit Pfeffer, Salz und durchgepresstem Knoblauch würzen. Petersilie fein hacken und in die Marinade geben. Die Marinade über den Orangen-Fenchel-Salat gießen und vorsichtig unterheben.
Guten Appetit !!!



